Krankenkassen und Arbeitgeber erhöhen die Beträge zur Subvention von zertifizierten Sportkursen.


Gesetzliche Krankenkasse: Zuschuss für Gesundheitskurs variiert stark !
Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch darauf, dass ihnen ihre Krankenkasse zwei Gesundheitskurse pro Jahr bezuschusst. Dabei unterscheiden sich die Leistungen allerdings deutlich. Wie eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt, zahlen die meisten Kassen mindestens 75 Euro pro Kurs. Allerdings sind auch bis zu 600 Euro möglich.
Krankenkassen fördern in der Regel kasseneigene Angebote und Gesundheitskurse, die von der Zentralen Prüfstelle Prävention zertifiziert wurden. Zudem muss der Kurs einen von vier Bereichen abdecken:

 Bewegung (beispielsweise Aquafitness, Nordic Walking, Pilates)

 Stressbewältigung und Entspannung (etwa autogenes Training, Tai Chi)

 Ernährung (zum Beispiel zum Thema richtiges Abnehmen)

 Sucht (wie Nichtraucherkurse)

Die untersuchten Krankenkassen zahlen für höchstens zwei Kurse im Jahr einen unterschiedlich hohen Zuschuss pro Angebot. Bei den drei größten Ersatzkassen Barmer, TK und DAK-Gesundheit liegt dieser beispielsweise bei 75 Euro für externe Kurse. Ebenso viel zahlen AOK Bayern, AOK Rheinland/Hamburg, IKK Südwest sowie IKK Brandenburg und Berlin. Deutlich höher fällt die Förderung zum Beispiel bei der AOK Nordwest und HEK aus. Sie bezuschussen Versicherte mit bis zu 250 Euro. Den höchsten Betrag bietet allerdings Actimonda mit 300 Euro pro Gesundheitskurs.

Quelle: https://www.finanzen.de/news/gesetzliche-krankenkasse-zuschuss-fuer-gesundheitskurs-variiert-stark


Für Leistungen des Arbeitgebers zur Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands und zur betrieblichen Gesundheitsförderung, wird eine Steuerbefreiung in Höhe von bis zu 500 Euro (ab 2020: erhöht auf 600 Euro) jährlich gewährt.

Neu eingeführt wird eine Zertifizierungspflicht für Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Mit dem Jahressteuergesetz 2018 erfolgt eine Anpassung an das sog. Präventionsgesetz (vom 17. Juli 2015, BGBl 2018 I Seite 1368). Damit wird zutreffend auf die Regelungen in §§ 20 und 20b SGB V verwiesen. Danach fallen unter die Steuerbefreiung Maßnahmen zur verhaltensbezogenen Prävention und Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung, die hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b SGB V genügen.

Die Zertifizierung war bis jetzt nicht Voraussetzung für die Steuerbefreiung und sorgt jetzt für eine leichte Verschärfung. Für bereits vor dem 1. Januar 2019 begonnene, unzertifizierte Gesundheitsmaßnahmen hat der Gesetzgeber deshalb eine Übergangsregelung getroffen: Für bereits laufende Maßnahmen ist das Zertifizierungsverfahren erstmals maßgeblich für Sachbezüge die nach dem 31. Dezember 2019 gewährt werden.

Gesundheitsförderung 2019: Informationen zu zertifizierten Kursen

Quelle: Gesetz zur Vermeidung von Umsatzsteuerausfällen beim Handel mit Waren im Internet und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften.

https://www.haufe.de/personal/entgelt/lohnsteuer-2019-steueraenderungen/lohnsteuer-2019-gesundheitsfoerderung-altersvorsorge_78_467656.html